Trauma und Schossraum


Leider erfahren viele Frauen in ihrem Leben im Schossraumbereich Trauma. Trauma in Form von Übergriffen, sexuellem Missbrauch und Grenzverletzungen. Viele Frauen trauen sich in der Sexualität nicht zu ihren Grenzen zu stehen und sie klar zu kommunzieren, sind hart mit sich und ihrem Körper und lassen Dinge mit sich machen, die ihnen nicht gut tun. Auch sonst ist vieles, was wir als Mädchen und Frauen in Bezug auf unseren Schossraum erleben, unangenehm und traumatisierend - z.B. für viele die Kontrollen beim Frauenarzt. Auch hier trauen wir uns oft nicht zu sagen, was wir möchten und was nicht und vorallem nehmen sich die wenigsten Zeit den Arzt kennen zu lernen, Vertrauen aufzubauen, bevor die Untersuchung durchgeführt werden kann. Sehr wenige Aerzte sind dafür sensibilisiert. Für mich war mein erster Besuch bei einer Frauenärztin als 14 Jährige traumatisch. Die Frau hat mich nicht nur blossgestellt in dem ich mich ganz nackt ausziehen musste um auf diesen schrecklichen Stuhl zu liegen, sondern sich auch über mein Gewicht "Sorgen gemacht" .Sie war grob und absolut nicht präsent mit mir- ich fühlte mich wie eine Gegenstand und starr (Freeze) und es war mir unmöglich mich zu wehren oder für mich einzustehen. Ich bin danach heulend raus und schwor mir, mich nie wieder untersuchen zu lassen. Das war ein erster sehr prägender, aber leider nicht letzter Ausflug in die Welt von Grenzverletzungen.


Viele Frauen erleben unter der Geburt Verletzungen, Scham und werden nicht wirklich begleitet und gesehen von den Aerzten, dem Pflegepersonal und den Hebammen. Oft werden Frauen von Fachpersonal zu Entscheidungen gedrängt. z.B. nach einem aufälligen Befund sofort zu operieren. Wenn wir uns Zeit nehmen wollen, selber recherchieren und nach Alternativen suchen möchten, werden wir oft nicht ernst genommen oder gar belächelt. Oft lassen Frauen sich unter Druck setzen - ohne sich Zeit zu nehmen und zu spüren, was sie wirklich brauchen.

Mit all dem entsteht Trauma, Taubheit im Schossraum und später Probleme mit dem Zyklus, der Empfängnis, mit chronischen Infekten, Zysten, Myome , in der Sexualität oder generell sich zu spüren und gesunde Grenzen zu setzen. Sehr lange versuchen viele Frauen diese Symptome- die Sprache des Körpers - zu ignorieren, und machen ständig was drüber, lassen sich hier wieder eine Creme und hier wieder eine Behandlung und hier eine neue Kapsel verschreiben.

Das ist verständlich, weil wir oft alles tun, um nicht mehr spüren zu müssen, was so unangenehm, schwierig und eben traumatisch war. Es ist aber selten eine langfristige Lösung.


Das Vaginale Dampfbad kann uns auf vielerlei Weise sehr unterstützen. Es bringt Wärme in den Körper, in den Schossraum, wo oft eben Kälte (Freeze in Traumasprache) vorherrscht und wo einige Bereiche taub sind. Es weicht die Bereiche, auch verhärtetes Narbengewebe, sanft auf und bringt wieder Bewegung / Zirkulation. Die Kräuter bringen heilende Stoffe zu diesen Stellen, umhüllen sie sanft mit ihrer Liebe und Heilkraft. Wenn Frauen ihre Vagina bedampfen, kann eine neue Verbindung zu diesem Bereich ihres weiblichen Körpers entstehen. Tränen können fliessen, es kann getrauert, betrauert und schliesslich vielleicht ein Stück mehr angenommen werden, was war. Dies bedeutet wiederum Heilung und zurück zu mehr Ganzheit und Wohlbefinden. Präsenz und Aufmerksamkeit für den Körper ist der erste Schritt zur Heilung. Ich erlebe das Womb Steamen als wunderbare Untersützung bei allerlei Beschwerden und zur Traumaheilung - Frauen lernen sich auf achtsame und oft neue Art mit ihrem Schossraum zu verbinden, viele Symptome weichen dann Schritt für Schritt, wie von Zauberhand.



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